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NASA-Marsrover "Curiosity" erfolgreich gestartet und auf dem Weg zu Mars

27.11.2011 - 22:23 Uhr
Die mobile Laboreinheit "Curiosity" bei Einsatz auf dem Mars
(Illu.) © NASA / JPL
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Die mobile Laboreinheit "Curiosity" bei Einsatz auf dem Mars (Illu.) © NASA / JPL

 

Cape Canaveral / USA - An Bord einer "Atlas V"-Trägerrakete ist am vergangenen Samstag die NASA-Mission "Mars Science Laboratory" (MSL) erfolgreich zum Roten Planeten gestartet. Teil der Mission ist die mobile Laboreinheit "Curiosity", mit der die NASA, auf dem Mars nach Spuren von Wasser und Leben suchen will. Im August 2012 soll die Mission ihr Ziel erreichen.

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Laut Mitteilung der NASA sei die Sonde in gutem Zustand und habe anhand erster Signale bestätigt, dass sie sich in freiem Flug zu Mars befindet. Der etwa kleinbusgroße Rover soll im Innern des 154 Kilometer durchmessenden Gale-Kraters landen, aus dessen Zentrum sich ein fünf Kilometer hoher Berg erhebt. Dieser besteht aus Ton- und Sulfatmineralien, die zu ihrer Entstehung Wasser benötigen. Aus diesem Grund vermuten Forscher, dass es sich hierbei um Sedimentschichten handelt, die sich auf dem Kraterboden abgesetzt hatten, als der Krater einst für einige hundert Millionen Jahre mit Wasser gefüllt war.

Zunächst werde die Mission wahrscheinlich nur eine Untersuchung des Fußes des Berges erlauben. Sollte "Curiosity" (Neugierde) es jedoch seinem Vorgänger, dem Mars-Rover "Opportunity" gleichtun und seine Einsatzfähigkeit weit über das erhoffte Minimalziel der Mission hinaus erhalten, könnte die Laboreinheit nach und nach auch in höhere Regionen vorstoßen.

Als Primärziel soll der Rover etwa ein Marsjahr lang (rund zwei Erdenjahre) seine Umgebung untersuchen und Proben analysieren, um festzustellen, ob der Krater tatsächlich einst lebensfreundliche Umweltbedingungen aufzeigte. Neben der Suche nach Spuren einstigen Wassers, wird der Rover aber auch in der Lage sein, Biomarker wie organische Komponenten im Boden und Felsgestein zu identifizieren.

Mit insgesamt zehn Instrumenten an Bord soll der Rover Informationen liefern, wie lebensfeindlich oder auch -freundlich der Mars in der Vergangenheit war - und für zukünftige bemannte Missionen sein kann. An der Mission beteiligt sind auch das "Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt" (DLR) und die "Christian-Albrechts-Universität Kiel". Diese haben dazu das Strahlungsmessgerät RAD (Radiation Assessment Detector) entwickelt, mit dem die Forscher erstmals vor Ort messen wollen, wie hoch die Strahlung für zukünftige Astronauten ist und in welcher Bodentiefe Lebensformen überleben könnten.

Nachdem frühere Rover an Fallschirmen oder im Innern von Luftkissen auf dem Roten Planten abgesetzt wurden, wird heuer die Mobile Landeeinheit der Mission mit einem ausgefeilten Kransystem von einer Raketenplattform auf die Marsoberfläche herabgelassen - ein Anblick, der vermeintlichen Marsbewohnern wohl wie eine klassische UFO-Landung erscheinen würde.

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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