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Mondmission GRAIL: Zwillingssonden erfolgreich im Mondorbit platziert

02.01.2012 - 17:33 Uhr
Künstlerische Interpretation der GRAIL-Sonden © NASA/JPL
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Künstlerische Interpretation der GRAIL-Sonden © NASA/JPL

 

Pasadena/ USA - Am Wochenende ist es der NASA gelungen, die beiden Zwillingssonden ihrer neuen Mondmission mit der Bezeichnung Grail im Mondorbit zu platzieren. Im September 2011 gestartet, sollen die beiden Satelliten der "Gravity Recovery And Interior Laboratory" (GRAIL) sollen das Gravitationsfeld des Mondes vermessen und zugleich Fragen rund um die Entstehung und Entwicklung des Erde-Mond-Systems ergründen. Zugleich könnte die Mission beantwortet, ob die Erde einst zwei große Monde besaß.

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Gemeinsam sollen die Sonden GRAIL-A und GRAIL-B ab kommenden März die Mondoberfläche gemeinsam überfliegen. Die Fortwährend extrem genaue Abstandsmessung zwischen den beiden Sonden wird es den NASA-Wissenschaftlern erlauben, ein bislang nicht erreichtes Bild des lunaren Magnetfelds, wenn dieses von den Merkmalen des Mondes wie beispielsweise Anhöhen, Berge und Krater, sowie von im Untergrund verborgenen Massen beeinflusst wird, und so die Entfernung zwischen den beiden Zwillingssonden jeweils leicht verändert.

Diese entsprechenden Daten können dann in eine hochauflösende Karte des Gravitationsfeldes des Mondes übertragen werden und sollen zudem einen Einblick in die Vorgänge im Mondinnern und die genauer Zusammensetzung des Erdtrabanten ermöglichen.

Erst im vergangenen August präsentierten Professor Erik Asphaug von der University of California Santa Cruz und Dr. Martin Jutzi von der Universität Bern im Fachmagazin "Nature" die Ergebnisse ihrer Simulation, die auf den bisherigen Modellen der Entstehung des Erdmondes vor rund 4,53 Milliarden Jahren durch eine Kollision der noch jungen Erde mit einem etwa marsgroßen Himmelskörper basiert.

Die Forscher kommen darin zu dem Ergebnis, dass die ins All geschleuderten Trümmer dieses gewaltigen Zusammenstoßes auf der heutigen Umlaufbahn des Mondes nicht nur einen, sondern zwei Trabanten formten, die dann die Erde lange Zeit gemeinsam umkreisten und später dann der kleinere der beiden Monde auf den heutigen Mond stürzte. Die Trümmer dieser Kollision wiederum, so die Forscher hätten dann die kilometerdicke und gebirgige Landschaft auf der "dunklen Seite" und dortige Kruste des Mondes geformt (...wir berichteten).

"Durch die Vermessung des Gravitationsfeldes des Mondes können wir auch in dessen Inneres schauen und so auch hie die Unterschiede zwischen den beiden Mondseiten ergründen", erläutert der Chefwissenschaftler der GRAIL-Mission, David Smith. "Diese GRAIL-Messungen werden uns eine Menge Informationen darüber liefern, wie Material im Innern des Mondes verteilt ist. Anhand dieser Daten ergeben sich dann auch ganz präzise Informationen über die Unterschiede zwischen Mantel und Kruste der beiden Seiten des Mondes. Sollte sich die Dichte des Materials der Kruste auf der Rückseite des Mondes von jenem der Kruste der erdzugewandten Seite deutlich unterscheiden, so würde dies die Theorie eines ehemals zweiten Mondes stützen."

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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