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Mars-Sonde Fobos-Grunt in den Pazifik gestürzt

17.01.2012 - 14:45 Uhr
Radarabbildung der Marssonde Phobos-Grunt noch vor dem Absturz,
erstellt mit dem Weltraumbeobachtungsradar TIRA. ©
fhr.fraunhofer.de
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Radarabbildung der Marssonde Phobos-Grunt noch vor dem Absturz, erstellt mit dem Weltraumbeobachtungsradar TIRA. © fhr.fraunhofer.de

 

Moskau/ Russland - Am gestrigen Sonntag ist die russische Sonde Fobos-Grunt, die den Marsmond Phobos erkunden und Proben von diesem wieder zur Erde schicken sollte - nach dem Start jedoch ihren Weg aus der Erdumlaufbahn nicht in Richtung Mars gefunden hatte - wieder in die Erdatmosphäre eingetreten und größtenteils verglüht. Einige Trümmer stützen hingegen in den Pazifik.

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Wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos via russische Nachrichtenagenturen (bspw. Interfax und Ria Novosti) mitteilte, seien sämtliche giftigen Bestandteile allesamt beim Höllenritt durch die Erdatmosphäre verglüht.

Gegen 18:45 Uhr seien einige Trümmer den Pazifik gestürzt, nachdem Experten zuvor noch befürchtet hatten, diese könnten Argentinien treffen. Sowohl die Giftstoffe aus dem Treibstofftanks als auch das an Bord befindliche radioaktive Kobald, seien bei dem Wiedereintritt verbrannt, wird ein Roskosmos-Sprecher zitiert.

Ziel der Mission "Fobos-Grunt" (Phobos-Boden) war es, im Februar 2013 auf den Marsmond Phobos landen und hier bis zu 400 Gramm Bodenmaterial einzusammeln, die dann mit einer Rückkehrrakete im August 2014 zur Erde zurück transportiert werden sollten.

Noch kurz vor dem gestrigen Wiedereintritt erhob der Leiter der russischen Raumfahrtbehörde in einem Interview schwere Vorwürfe in Richtung westlicher Staaten, allen voran gegen die USA - ohne diese jedoch direkt namentlich zu nennen. Demnach könnte die russische Mars-Sonde möglicherweise Opfer des Angriffs eines Satellitenabwehrsystems gewesen sein. Auch andere aktuelle und zugleich gescheiterte Raumfahrtmissionen Russlands führte Vladimir Popovkin auf mögliche Einflussnahme durch störende "starke Radar-Signale von einer Anlage in Alaska" zurück (wir berichteten).

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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