13.06.2012 - 15:06 Uhr

Archäologen finden Vampirgrab in Bulgarien

Das Skelett des mit einem Eisenpflock (s. links über dem
zertrümmerten linken Brustkorb) gepfählten "Vampirs" von Sozopol. ©
historymuseum.org
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Das Skelett des mit einem Eisenpflock (s. links über dem zertrümmerten linken Brustkorb) gepfählten "Vampirs" von Sozopol. © historymuseum.org

 

Sozopol (Bulgarien) - Bei Ausgrabungen des bulgarischen Nationalmuseums für Geschichte sind Archäologen in der Nähe der Apsis des Klosters St. Nikolay Chudotvorets nahe Sozopol am Schwarzen Meer auf das Grab eines Mannes gestoßen, dessen linke Brust nach seinem Tod mit einem Eisenpfahl durchbohrt worden war. Die schaurige Tradition sollte davor bewahren, dass der Mann als Vampir und Widergänger zurückkehren konnte.

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Wie der Direktor des Museums, Bozhidar Dimitrov, gegenüber lokalen Medien erklärte, handelt es sich um ein rund 700 Jahre altes Skelett. Die Praktik wurde im Schwarzmeerraum noch bis ins 20. Jahrhundert und angewandt und wird - glaubt man verschiedenen Volkskundlern, in einigen ländlichen Teilen selbst heute noch aus Angst vor Untoten praktiziert. Insgesamt sind in Bulgarien bislang rund 100 historische "Vampirgräber" bekannt. Im Raum Sozopol ist es hingegen der erste derartige Fund.

Meist, so berichtete Dimitrov weiter, seien auf diese Weise verstorbene Intellektuelle und Mediziner behandelt worden, deren Wissen in der mittelalterlichen Gesellschaft auf Argwohn und Aberglaube stieß. Auch Menschen, die schon zu Lebzeiten als schlecht und böse galten, sollten auf diese Weise davon abgehalten werden, ihre Mitmenschen auch noch nach dem Tod zu drangsalieren. Die Lage Position des neusten Fundes in der Nähe der Apsis des Klosters deutet für die Forscher zudem daraufhin, dass es sich um einen Adligen oder Kleriker handelt.

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Interessanterweise habe man bislang in ganz Bulgarien noch kein Grab eines weiblichen vermeintlichen Vampirs entdeckt. Dies, so zitiert die "Sofia News Agency" (Novonite.com) den Museumsdirektor, deute daraufhin, dass es zur damaligen Zeit in der Region keinen Hexenwahn gegeben habe bzw. vermeintliche Hexen zumindest nicht auf entsprechende Weise begraben wurden.

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Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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