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Arbeiten wie James Bond - Hauptberuf: Flugzeugentführer

27.05.2010 - 19:00 Uhr von Jana Katschke
Hauptberuf: Flugzeugentführer
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Hauptberuf: Flugzeugentführer

 © 2010 Thinkstock

Wenn der 59-jährige Nick Popovich von seinem Arbeitstag erzählt, könnte man meinem, man höre sich gerade die Zusammenfassung eines spannenden Action-Films an. Denn der, aus Indiana stammende, Ranch-Besitzer ist hauptberuflich ein so genannter „Repo-Man“.

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„Repossession“-Agenturen sind in den USA dafür zuständig nicht bezahlte Güter wieder an ihre Gläubiger zurückzugeben. Wiederinbesitznahme bedeutet das zu Deutsch und Popovich ist in diesem Fall auf Flugzeuge spezialisiert.

Zu seinen Kunden gehören große Banken, die regelmäßig auf seiner Ranch anrufen. Ob Airline, Staatschef oder Drogenboss, es gibt immer wieder Schuldner, die ihre Raten nicht bezahlen und dann kommt Popovich zum Einsatz.

In Nacht-und-Nebel-Aktionen nimmt er dann die Ware in Besitz und bringt sie der Gläubigerbank oder der Leasingagentur zurück. Aber natürlich kann man ein Flugzeug nicht mal eben so unter den Arm klemmen und wegtragen.

Doch "Nick weiß, wie man Probleme löst", sagt Tom Heimsoth, Präsident des Finanzdienstleisters Willow Aviation Services aus dem Chicagoer Vorort Oak Brook. Er arbeite seit 18 Jahren mit Popovich zusammen. Und der habe ihm schon einige Flieger zurückgebracht: "Er ist unglaublich kreativ. Ich kennen niemanden, der bei Flugzeug-Repos mehr Erfahrung hat als er."

Obwohl die Repossession-Maßnahmen in den meisten Staaten legal sind, hat sich Popovich nach einem „ganz normalen“ Arbeitstag schon mal im Gefängnis widergefunden. Denn natürlich kommt es vor, dass sich die Flughafenmanager gegen ihn auflehnen, wenn er mal wieder so mir nichts dir nichts eine Maschine von ihren Landebahnen entführen will.

Aber die eher klein gewachsene, unauffällige und etwas übergewichtige Version von James-Bond kennt das Wort Angst nicht, und sagt selbst: "Du kannst dein Leben nicht damit verbringen, über die eigene Schulter zu blicken, wenn deine Zeit gekommen ist, ist sie gekommen."

Fast 1400 Flugzeuge hat er mit dieser Einstellung in den vergangenen 30 Jahren schon an ihre Besitzer zurückgegeben. Eine stolze Zahl, wenn man bedenkt, dass die Schuldner damit in der Regel nicht einverstanden sind.

Ein spannender Beruf, der garantiert nie langweilig wird. So ist es auch verständlich, dass sich der „Repo-Man“ in seinem Privatleben auf seine idyllische Ranch in Valparaiso zurückzieht und neben Springbrunnen, Windspielen und säuberlich verlegten Steinwegen das ruhige Landleben genießt.

Quelle: freenet.de
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