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Die ersten Astronautinnen

04.10.2009 - 12:02 Uhr von Sven Döring
Jerrie Cobb eine der ersten Astronautinnen, die nie ins All fliegen durfte. Bild: NASA
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Jerrie Cobb eine der ersten Astronautinnen, die nie ins All fliegen durfte. Bild: NASA

Stellen Sie sich vor, die erste Person, die den Mond betrat hätte gesagt: "Es ist ein kleiner Schritt für eine Frau, aber ein großer Schritt für die Menschheit." Es hätte so passieren können.

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Amerika, die späten 1950er Jahre: Die USA erwogen auch Frauen als Astronauten zu trainieren. Studien hatten gezeigt, dass das weibliche Geschlecht ebenso hart im Nehmen war, wie die männlichen Astronauten. "Sie alle waren außergewöhnliche Frauen und herausragende Piloten. Sie waren wirklich geeignete Kandidaten, für diese Aufgabe", erklärte Donald Kilgore, damals als Arzt an der Beurteilung der Kandidaten beteiligt, dem amerikanischen "Wired Magazine". "In einigen Kategorien übertrafen die Frauen sogar die Männer."

Kilgore arbeitete damals an der "Lovelace Clinic". Deren Gründer, Randy Lovelace, hatte die zu dieser Zeit radikale Idee, Frauen ins All zu schicken. In einer Zeit, in der nur 25 Prozent der amerikanischen Frauen Jobs hatten und die Frauenbewegung gerade erst begonnen hatte, dachte der Klinikleiter pragmatisch. Frauen waren leichter als Männer. Man hätte also weniger Treibstoff benötigt.

Auch sind Pilotinnen weniger Anfällig für Herzinfarkte und, laut Lovelace, besser geeignet in klaustrophobischen Umgebungen zu funktionieren. An der "Lovelace Clinic" waren schon die Astronauten für das "Mercury 7" Programm getestet worden. Lovelace hatte also Erfahrung mit der NASA.

1959 gründete Air Force General Donald Flickinger, ein Freund von Lovelace, das "Woman in Space EWarliest" Programm. Doch die Air Force übergab das Programm direct an Lovelace unter dem Titel "Woman in Space" (WISP).

Insgesamt meldeten sich 19 Frauen zu WISP. 13, später "Mercury 13" genannt, bestanden die harten Tests, die sich in nichts von denen der männlichen Astronauten unterschieden. 13 von 19 - damit erreichten die Frauen sogar eine niedrigere Durchfallquote, als die erste Männer-"Klasse".

Die ersten "Beinahe"-Astronautinnen wurden jedoch von den NASA-Offiziellen mit anderen Maßstäben gemessen, als ihre männlichen Kollegen. Einige Bosse der Weltraumbehörde spekulierten, Frauen könnten durch ihre Menstruation im All behindert werden. Andere erklärten, sie wollten nur Astronauten, die zuvor schon militärische Versuchsflugzeuge geflogen waren. Etwas, das Frauen nicht möglich war, weil sie nicht zur Air Force zugelassen wurden.

Zwei Jahre nach der Gründung wurde WISP geschlossen. Erst 1995, als Eileen Collins das STS-63 Spaceshuttle um die Raumstation MIR steuerte, trafen sich die "Mercury 13" wieder. Viele Raumfahrtexperten und -historiker sind sich heute einig. Collins war die erste Frau, die das Shuttle flog, jedoch nicht die erste, die es verdient gehabt hätte.

"Sie wussten, dass es kaum eine Chance gab. Aber sie waren bereit es zu versuchen. Sie waren ganz besondere Menschen", sagt Kilgore.

Quelle: freenet.de
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