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40 Jahre Mondlandung

04.10.2009 - 12:00 Uhr
40 Jahre Mondlandung
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40 Jahre Mondlandung

 

"Houston, hier ist Basis Tranquillitatis. Der Adler ist gelandet." Es war 21.17 Uhr (MEZ) am 20. Juli 1969. Die US-Astronauten Neil Armstrong und Edwin Aldrin hatten die Landefähre "Eagle" sicher im "Meer der Ruhe" auf dem Mond gelandet. Doch trotz neuer Beweisbilder der NASA - die Zweifel an der Mondlandung bleiben.

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Hunderte Millionen Menschen weltweit verfolgten vor genau 40 Jahren die Apollo-11-Mission. Von der "Erfüllung eines Menschheitstraums" war die Rede, vom "Beginn eines neuen Zeitalters" - kein Vergleich war zu groß.

Dann, über sechs Stunden später, als sich Armstrong mühsam die Metallleiter zum Mondboden hinunterquälte, gingen die "historischen Worte" um den Erdball: "That's one small step for man, one giant leap for mankind" - Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit. Auch das Timing war aus Sicht der NASA perfekt: In Deutschland und Europa war es bereits der 21. Juli, 3.56 Uhr MEZ - in den USA war gerade "prime time", die beste Nachrichtenzeit am Abend des 20. Juli.

Sechs weitere Apollo-Missionen folgten, zehn weitere Amerikaner wandelten zwischen 1969 und Ende 1972 auf dem Erdtrabanten. Doch die Begeisterung am "Unternehmen Mond" und der bemannten Raumfahrt ging schnell zurück. Die Skepsis an der bemannten Mondfahrt blieb - bis heute. US-Präsident Barack Obama ordnete unlängst an, die Planung für die bemannte Raumfahrt auf den Prüfstand zu stellen - darunter der für das Jahr 2020 geplante Bau einer Mondbasis.

Doch noch immer gibt es Zweifel daran, dass die Amerikaner tatsächlich den 1969 auf dem Mond waren. Mit aktuellen Satellitenbildern versuchte die NASA unlängst die Zweifel zu zerstreuen. Die dreijährige Suche nach den Original-Magnetbändern der Mondlandung brachte jedoch keinen Erfolg, sagte Dick Nafzger, der bei der US-Weltraumbehörde NASA für die Aufnahmen verantwortlich war, in Washington. "Uns ist klar, dass es sich um eine schlechte Nachricht handelt", sagte Nafzger. "Wir haben die Bänder nicht." Zugleich zeigte die NASA erstmals aufwendig restaurierte Aufnahmen der Mondlandung vom 20. Juli 1969, die allerdings von TV-Material und anderen Kopien stammen.

Warum die historischen Original-Bilder, die die beiden "Apollo"- Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin während ihres zweistündigen Besuchs auf dem Erdtrabanten aufgenommen haben, verschwunden sind, ist noch immer nicht ganz geklärt. Es heißt, die NASA habe den Verlust der Bänder erst 2005 bemerkt. Ein Jahr später sei eine Suche eingeleitet worden, die aber bisher kein Ergebnis brachte. Ein offizieller Untersuchungsbericht solle in Kürze veröffentlicht werden.

Insgesamt dürfte es sich um etwa 45 Bänder handeln, schätzt Nafzger. Vermutlich seien die Bänder in den 70er Jahren überspielt und die ursprünglichen Aufnahmen damit für immer vernichtet worden. Allerdings bestehe die Möglichkeit, dass zwei der Bänder sich noch in Australien befinden, wo zwei Satellitenstationen die sensationellen Mondbilder seinerzeit empfangen haben.

Die NASA verfügt über zahlreiche Kopien der damaligen weltweiten Fernsehübertragungen - diese seien jedoch qualitativ schlechter als die Originale. Damals mussten die Original-Bilder, die Armstrong und Aldrin vom Mond an verschiedene Satellitenstationen auf der Erde sendeten, zunächst auf einen Bildschirm übertragen und dann noch einmal von einer Fernsehkamera aufgenommen werden, bevor sie weltweit ausgestrahlt werden konnten. Dadurch wurden die TV-Bilder unscharf und verschwommen.

Die jetzt vorgestellten Restaurationen wurden von einer Firma in Hollywood gemacht, sagte Nafzger. Es handele sich um digitale Bearbeitungen von Kopien. Die Qualität sei im Vergleich zu altem TV- Material erheblich verbessert worden. Insgesamt gebe es vier Stunden Bildmaterial. Die Arbeiten sollen bis September beendet werden. "Es wird die Öffentlichkeit, Historiker und die Nationalarchive mit Aufnahmen der bestmöglichen Qualität dieses historischen Ereignisses versorgen", sagte Nafzger.

Zugleich äußerten Experten die Befürchtung, dass der Verlust der Originale sowie die Restaurierung ausgerechnet in Hollywood den Anhängern der "Mondlandungs-Lüge" Auftrieb geben dürfte. Nach dieser Verschwörungstheorie war das gesamte Mondunternehmen nur ein gigantisches Spektakel, das in Wahrheit in einem Hollywood-Studio gedreht wurde. Die Technik sei in den 60er Jahren längst nicht so weit gewesen, die Landung eines Menschen auf dem Erdtrabanten zu ermöglichen. Die Amerikaner hätten sich mitten im Kalten Krieg eine Niederlage gegenüber der Sowjetunion im "Wettlauf im Weltall" nicht leisten können und in letzter Verzweiflung zum großen Betrug gegriffen. Dagegen meinte Nafzger, bei der Restaurierung habe es keinerlei Manipulationen gegeben. "Da wurde nichts hinzugefügt und nichts getrickst."

Quelle: freenet.de
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