18.08.2012 - 17:40 Uhr

Festnahmen bei Demo von "Pro Deutschland" in Berlin

Kundgebungen der rechten Gruppierung "Pro Deutschland" vor
Berliner Moscheen sind zumeist ohne Zwischenfälle verlaufen. Im
Bezirk Neukölln wurden fünf Gegendemonstranten festgenommen.
Vereinzelt wurden auch Mohammed-Karikaturen gezeigt.
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Kundgebungen der rechten Gruppierung "Pro Deutschland" vor Berliner Moscheen sind zumeist ohne Zwischenfälle verlaufen. Im Bezirk Neukölln wurden fünf Gegendemonstranten festgenommen. Vereinzelt wurden auch Mohammed-Karikaturen gezeigt.

© Barbara Sax - AFP

Kundgebungen der rechten Gruppierung "Pro Deutschland" vor Berliner Moscheen sind zumeist ohne Zwischenfälle verlaufen. Wie ein Polizeisprecher sagte, wurden im Bezirk Neukölln aber fünf Gegendemonstranten festgenommen, nachdem Farbbeutel und andere Gegenstände auf die "Pro Deutschland"-Demonstranten geworfen wurden. Bei den Kundgebungen in verschiedenen Stadtvierteln wurden teils auch Mohammed-Karikaturen gezeigt.

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Die Demonstrationen von "Pro Deutschland" zum Ende des Fastenmonats Ramadan liefen unter dem Motto "Der Islam gehört nicht zu Deutschland - Islamisierung stoppen". Im Frühjahr hatte die Splittergruppe "Pro NRW" bei islamfeindlichen Kundgebungen in Nordrhein-Westfalen bereits die Mohammed-Karikaturen gezeigt. In Bonn kam es daraufhin zu Ausschreitungen mit Salafisten, bei denen ein Islamist einen Polizisten und eine Polizistin mit einem Messer angriff und schwer verletzte.

Im Berliner Stadtteil Wedding protestierten laut Polizei zunächst etwa 50 Mitglieder von "Pro Deutschland" vor einer Moschee. Dabei zeigten einige Demonstranten kurzzeitig Mohammed-Karikaturen, wie eine AFP-Korrespondentin berichtete. Andere hielten Plakate mit durchgestrichenen Moscheen. In Neukölln, wo 50 bis 60 "Pro Deutschland"-Vertreter auf 1000 Gegendemonstranten trafen, schritt die Polizei ein, als Farbbeutel, ein Ei und eine Glasflasche geworfen wurden. Dennoch schätzte die Polizei auch hier den Verlauf weitgehend friedlich ein.

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Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte am Freitag einen Beschluss des Berliner Verwaltungsgerichts bestätigt, wonach "Pro Deutschland" bei ihren Demonstrationen die umstrittenen Mohammed-Karikaturen des dänischen Zeichners Kurt Westergaard zeigen darf.

In der Hauptstadt waren 1800 Polizisten im Einsatz, um Zusammenstöße mit Gegendemonstranten zu verhindern. Am Abend begann eine weitere Kundgebung von "Pro Deutschland" im Ortsteil Wilmersdorf.

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Quelle: 2012 AFP
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